Traumfabrik oder Albtraumfabrik? Foto: Alexandra Bucurescu, pixelio.de

    Traumfabrik oder Albtraumfabrik?

    (Foto: Alexandra Bucurescu, pixelio.de)
    Die Mutter des Opfers eines mutmaßlichen Hollywood-Pädophilen-Rings hat den Medien vorgeworfen, ein Nachrichten-Blackout über den angeblichen Missbrauch verhängt zu haben, bevor die Klage von Michael Egan gegen „X-Men“-Regisseur Bryan Singer und andere Produzenten endlich publik wurde.
    VON DIPL.-JOURN. HUBERTUS MÜLLER

    „Ich habe jeden Nachrichten-Kanal, jedes Magazin, jeden Talk-Show-Moderator, von Oprah Winfrey bis ’60 Minutes‘ angeschrieben“, schluchzte Bonnie Mound auf einer Pressekonferenz.

    Veröffentlichung verhindert

    „Niemand wollte etwas machen wegen der involvierten prominenten Leute“, klagte Egans Mutter, die neben ihrem Sohn und seinem Anwalt saß. „Einer hat einen Artikel für ein Magazin über den Fall geschrieben, und dann, kurz bevor es publiziert wurde, hat einer der prominenten Pädophilen die Veröffentlichung verhindert“, behauptet sie sogar. Unter der Voraussetzung, dass es wahr sei, hält der Publizistikprofessor Fritz Hausjell von der Universität Wien das für einen Fehler des Mediums.

    „Aus journalistischen Gründen hätte sich das Magazin nicht durch Druckausübung beeinflussen lassen dürfen. Wenn so etwas ans Tageslicht kommt, ist der Ruf des Mediums ruiniert“, erklärt er gegenüber diesem Reporter. Anders schätzt er allerdings die generelle Forderung der Mutter ein, die Medien wären verpflichtet gewesen, schon vor der Klageerhebung über den Fall zu berichten. „Es gibt hier ein Dilemma zwischen Pflicht zur Aufklärung versus Missbrauch der Berichterstattung“, sagt Hausjell.

    Weiterlesen bei pressetext Nachrichtenagentur (pte)…

     

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