Der Prototyp Axiom Alpha. Foto: Apertus.org

    Der Prototyp Axiom Alpha. Foto: Apertus.org

    Zwei Österreicher bauen die erste digitale High-End-Filmkamera der Welt, die Open Hardware ist: Die Axiom Alpha läuft nicht nur mit Linux, sondern auch mit offen gelegter Konstruktion, die jeder weiterentwickeln oder an eigene Bedürfnisse anpassen darf.

    VON DIPL.-JOURN. HUBERTUS MÜLLER


    Während der Linuxwochen am Technikum Wien haben Herbert Pötzl (43) und Sebastian Pichelhofer (27) ihre Open-Hardware-Kamera vorgestellt. Der Prototyp Axiom Alpha, eine Full-HD-Kamera mit HDMI-Output, funktioniert schon grundsätzlich. Er gilt aber erst mal nur als „Proof of Concept“, um zu zeigen, dass die Entwickler das nötige Know-How für das Projekt besitzen.

    Die Kamera steht auf einem Stativ, hat ein offenes Gehäuse und ist aufs Publikum gerichtet. Die beiden Entwickler stöpseln mehrere Kabel von einem Laptop und einem großen Flachbildschirm in die offen liegenden Platinen der Kamera und schon sehen sich die Zuschauer in dem Vorlesungsraum der FH selber.

    Filmemacher als Marionetten

    „In den vergangenen 50 Jahren haben Entwickler große Fortschritte bei der Filmkamera-Technik gemacht. Die Freiheiten bei der Benutzung haben jedoch gleichzeitig abgenommen“, erklärt Pichelhofer dem Publikum zur Einführung. „Der Anwender weiß gar nicht mehr, was in dem Filmgerät eigentlich passiert, es ist zu einer Art Black Box geworden. Die Filmemacher sind zu Marionetten der Kamerahersteller geworden“. Der 27-Jährige zeigt gleichzeitig eine Präsentationsfolie, die genau das abbildet: Filmemacher an Fäden hängend.

    „Wir wollen die Kontrolle über die Geräte zurückerlangen“, betont Pichelhofer, der selbst früher in der Fernsehproduktion tätig war und für verschiedene Sender wie 3Sat gearbeitet hat. Schon lange hatte er sich dabei gewünscht, seine Kameras anzupassen und mit Zusatzfunktionen auszustatten.

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    Categories: HIGHTECH, TOP-THEMA

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